Kriegsmunition behindert Löscharbeiten bei Waldbrand

Abschlussbericht: Sonntag, 23. März 2014; 13:30 Uhr

BRAND AUS ...
Früher als erwartet konnte vom Einsatzleiter das Kommando "BRAND AUS" gegeben werden! Obwohl der versprochene Starkregen noch immer nicht in Lilienfeld eingetroffen ist, haben die umfassenden Löschmaßnahmen wirkung gezeigt. Das betroffene Waldgebiet wurde mit Löschleitungen "umzingelt" und Meter für Meter abgelöscht. Die Mannschaft der eingesetzten Feuerwehren haben bereits mit dem Abbau der Gerätschaften und dem Reinigen dieser begonnen. Der Einsatz kann heute noch abgeschlossen werden.

Nach einem technischen Defekt bei einem Harvester, der bei Holzschlägerungsarbeiten eingesetzt war, brach Samstag Mittag auf einer Seehöhe von 883 Meter ein Waldbrand auf einer Fläche von etwas mehr als 2 Hektar aus. Über 200 Feuerwehrmitglieder verlegten über 1.000 Meter Schlauch und fällten rund 30 Bäume um den Flammen Herr zu werden. Starker Wind am ersten Tag und Nebel am 2. Tag bzw. Kriegsrelikte aus dem 2. Weltkrieg die in der Anfangsphase explodierten, erschwerten die Löscharbeiten die am 1. Tag von zwei Hubschraubern des BMI unterstützt wurden. Das mit Netzmittel vermengte Löschwasser zeigte bei einsetzen des Regens seine Wirkung - der Regen perlte an der Oberfläche ab und gelangte somit rascher an die Glutnester die unter der obersten Ascheschicht lagen.

Insgesamt standen 218 Feuerwehrmitglieder mit 43 Fahrzeugen von 13 Feuerwehren über 2.400 Stunden(inkl. der Sondereinheiten, exkl. BMI, Polizei und RK) im Einsatz.
In einem Telefonat mit Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Anton Weiss, der derzeit auf Kur weilt, drückte dieser seinen Stolz auf "seine" Mannschaften aus und sprach seinen Dank für die geleistete Arbeit aus.

In den zwei Tagen standen gesamt im Einsatz:
FF Lilienfeld
BTF Neuman Marktl
FF Schrambach
FF Traisen Markt
FF Lehenrotte
FF Eschenau
FF Rotheau
FF St. Aegyd Markt
FF Türnitz
BTF Roth Technik Austria
FF Wiesenfeld
Presseteam des BFKDO Lilienfeld
Polizei Lilienfeld
Flugdienst Basisgruppe West Amstetten
Bundesminsterium für Inneres
RK Lilienfeld
NAW Lilienfeld

Fotos: BI Manfred Kozmich (Presse 2/11), AFKDO Lilienfeld und SB Thomas Teis, FF Lehenrotte
Text: OBI Christian Teis (Presse 11), BFKDO Lilienfeld

Update 5: Sonntag, 23. März 2014; 10:40 Uhr

Die Löscharbeiten sind in vollem Umfang in gang, einsetzender leichter Regen begünstigt die Löscharbeiten. Starker Nebel über dem Brandgebiet verhindern allerdings einen Einsatz der beiden Hubschrauber des Innenministeriums, sie und die Flugdienst-Basisgruppe haben ihren Einsatz mittlerweile beendet da eine Besserung des Flugwetters nicht in Sicht ist.

Mit 10 Löschleitungen, die entlang der Brandschneise verlegt sind und von mehreren Tanklöschfahrzeugen versorgt werden, kämpfen sich die Löschmannschaften langsam, teilweise mit Feuerpatschen und Schanzwerkzeug, von außen in den eigentlichen Brandbereich. Immer wieder kommt es in diesem Bereich zu kleineren Stichflammen die aus alter im Waldboden liegender Munition aus dem 2. Weltkrieg stammen die bei der Verbrennung des Munitionstreibmittel entstehen. Obwohl immer wieder Kriegsrelikte gefunden werden ist es zum Glück zu keinen weiteren Explosionen, wie gestern zu Beginn des Einsatzes, gekommen Die Dauer des Einsatzes kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden, eine Front mit Starkregen und Schnee bis 500 Meter Seehöhe, die sich lt. Landeswarnzentrale von Westen her nähert, könnte jedoch Erleichterung bringen.


Derzeit sind in Einsatz:
FF Lilienfeld
BTF Neuman Marktl
FF Traisen Markt
FF Lehenrotte
FF St. Aegyd Markt
RK Lilienfeld
mit gesamt 60 Mitglieder der Feuerwehren und 5 vom Roten Kreuz

Fotos: SB Thomas Teis, FF Lehenrotte
OBI Christian Teis (Presse 11), BFKDO Lilienfeld

Update 4: Sonntag, 23. März 2014; 07:30 Uhr

Die gestrigen Löscharbeiten vor Einbrechen der Dunkelheit haben ihre Wirkung gezeigt. Vereinzelt mussten am Schneisenrand kleinere aufkommende Brände gelöscht werden, Brände innerhalb der bereits abgebrannten Schneise mussten zur Sicherheit der Einsatzkräfte brennen gelassen werden. Mit 6:00 Uhr sind wieder weitere Kräfte alarmiert worden.

In den Nachstunden waren 5 Feuerwehren mit 29 Mitgliedern im Einsatz. Diese Mannschaft wurde mit 6:00 Uhr abgelöst bzw. mit vier weiteren Feuerwehren ergänzt, auch die beiden Eurocopter des BMI und die Flug-Basisgruppe werden ab 08:00 Uhr ihren Einsatz fortsetzen. Explosionen waren in der Nacht nicht zu verzeichnen, allerdings wurde gestern nicht nur Maschinengewehrmunition gefunden sondern auch eine Granate, das sich weitere in diesem Bereich befinden muss angenommen werden.
Da die vorhergesagten Niederschläge laut Aussagen der Flug-Wetterwarte nicht ergiebig genug sein werden (8 Liter pro m² in 8 Stunden) muss derzeit mit einem längeren Einsatz gerechnet werden der unter Umständen auch heute nicht beendet werden kann.

Derzeit sind in Einsatz:
FF Lilienfeld
BTF Neuman Marktl
FF Traisen Markt
FF Lehenrotte
FF St. Aegyd Markt
Flugdienst Basisgruppe West
RK Lilienfeld
mit gesamt 65 Mitglieder der Feuerwehren und 3 vom Roten Kreuz

Presse vor Ort:
OBI Christian Teis (Presse 11), BFKDO Lilienfeld - Text, Pressebetreuung
BI Kozmich Manfred (Presse 2/11), AFKDO Lilienfeld - Fotos Allgemein
SB Thomas Teis, FF Lehenrotte - Fotos im Einsatzgeschehen


Update 3: Samstag, 22. März 2014; 17:20 Uhr

Der Waldbrand im Bereich Jungherrntal hat sich über den Berggrad ausgedehnt und ist in etwa auf einer Breite von 100 Metern 20 Meter nach unten „gewandert“. Da die Löschleitungen bereits links und rechts der Brandschneise aufgebaut wurden konnte dieses Übergreifen auf die andere Seite relativ rasch wieder eingedämmt werden. Der gesamte Brand ist somit unter Kontrolle und eine weitere Ausbreitung unterbunden. Auch die Explosionen der Kriegsrelikte haben aufgehört, Entwarnung für weitere Explosionen kann jedoch nicht gegeben werden.

Mit 10 Löschleitungen, die links und rechts der betroffenen Schneise verlegt sind, wurde der Brand „umzingelt“ und es wird nun begonnen die Glutnester, die sich teilweise tief in den Waldboden ausgedehnt haben, abzulöschen. Zwei Hubschrauber des BMI unterstützen die Löscharbeiten aus der Luft indem Wasser über der glosenden Fläche abgeworfen wird.
Da das Ablöschen der Glutnester sicher noch länger dauern wird werden bereits Vorbereitungen getroffen um über Nacht eine Brandwache zu stellen denn die Löscharbeiten in der Nacht weiterzuführen wäre für die Löschmannschaften zu gefährlich. Die eigentlichen Löscharbeiten werden bei Tagesanbruch weitergeführt.

Im Einsatz stehen:
FF Lilienfeld
FF Schrambach
BTF Neuman Marktl
FF Lehenrotte
FF Traisen Markt
FF St. Aegyd Markt
BTF Roth Technik Austria
FF Eschenau
FF Rotheau
FF Wiesenfeld
Flug-Basisgruppe West (Amstetten)
RK Traisental
NAW Lilienfeld
Polizei Lilienfeld
BMI (Hubschrauber)


Update 2: Samstag, 22. März 2014; 14:40 Uhr

Ein Hubschrauber des BMI ist im Anflug und wird in wenigen Minuten da sein, die Flug-Basisgruppe West aus Amstetten ist ebenfalls im Anmarsch. BR Fuchs wird einen ersten Erkundungsflug durchführen.

Update 1: Samstag, 22. März 2014; 14:25 Uhr

Seit ca. 11:45 Uhr wütet im Jungherrntal in Lilienfeld in unwegsamen Gelände ein ca. zwei Hektar großer Waldbrand. 8 Feuerwehren aus dem Bezirk Lilienfeld sind im Einsatz. Mit einem Tankwagen-Pendelverkehr und einer etwa 500 Meter langen Löschleitung wird versucht die Flammen zu löschen. Erschwert werden die Löscharbeiten durch kleinere Explosionen und Schüsse die durch Kriegsrelikte verursacht werden die in diesem Gebiet seit dem 2. Weltkrieg lagern.

Das Einsatzgebiet befindet sich genau auf der Gemeindegrenze Lilienfeld zu Eschenau. Derzeit greifen 8 Feuerwehren von der Seite Lilienfeld und 3 Feuerwehren aus Eschenau an. Ingesamt sind 11 Feuerwehren mit 20 Fahrzeugen und rund 150 Mitgliedern im Einsatz.
Hubschrauber des Bundesheeres sind angefordert und werden in Kürze eintreffen. Die anfänglichen Explosionen und Schüsse haben mitlerweile aufgehört, aufkommender starker Wind behindert allerdings weiterhin die Löscharbeiten.