Feuerwehrkurat Pater Raymund Vidonya ist tot
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- Erstellt: Sonntag, 04. Januar 2026 11:23
- Geschrieben von Christian Teis
Geistlicher Rat Pater Raymund Wolfgang Vidonya war nicht nur Feuerwehrkurat in Türnitz, sondern baute dort auch die Feuerwehrjugend 1979 auf und war u.a. von 1988 bis 2001 Mitglied des ÖBFV Sachgebietes 5.6 in das damals die Feuerwehrjugend eingegliedert war.
Pater Raymund trat 1. April 1975 der FF Türnitz bei, bereits am 3. September 1975 wurde er zum Feuerwehrkurat (FKUR) ernannt. Von Beginn an lag ihm vor allem der Feuerwehrnachwuchs am Herzen, durch seine Tätigkeit als Religionslehrer in Türnitz, war es naheliegend, die damals überall neu entstandenen Feuerwehrjugend auch in Türnitz aufzubauen. 1979 war es dann soweit, unter Kommandant Josef Leitner war es Pater Raymund Vidonya der die Feuerwehrjugend Türnitz gründete.
Bereits 1983 wurde er zum Bewerter bei den Landesfeuerwehrjugendleistungsbewerben und durfte diese Tätigkeit bis 1997 ausüben. Mehrmals war er auch als Bewerter bei internationalen Feuerwehrjugendbewerben vertreten. Durch seine Tätigkeit im NÖ LFV wurde er auch 1988 (bis 2001) in das Sachgebiet 5.6 berufen um dort die Feuerwehrjugend Niederösterreichs zu vertreten.
Auch nach seinem Wechsel als Ortspfarrer von Türnitz nach Stratzing (1998) blieb er der FF Türnitz erhalten und wurde 2011 in den Reservestand versetzt.
Durch eine Reihe von Auszeichnungen wurde das Wirken von Pater Raymund gewürdigt:
Verdienstzeichen NÖ LFV 3. Klasse in Bronze
Verdienstzeichen des ÖBFV 3. Stufe in Bronze
Bewerterverdienstabzeichen Bronze
Internationales Bewerterabzeichen* Berlin 1993
Internationales Bewerterabzeichen* Arco 1995
Verdienstzeichen NÖ LFV 2. Klasse in Silber
Bewerterverdienstabzeichen Silber
Internationales Bewerterabzeichen* Herning 1997
Verdienstzeichen des ÖBFV 2. Stufe in Silber
Erinnerungsspange BFJLB Mistelbach 2002
Nachruf des Stiftes Lilienfeldes:
P. Raymund wurde am 4. September 1946 in Graz geboren. Er besuchte das Gymnasium in Unterwaltersdorf und Horn.
Am 19. August 1966 trat er in das Zisterzienserstift Lilienfeld ein. Der Profess am 20. August 1967 folgten Jahre des Jus-, Philosophie- und Theologiestudiums in Innsbruck.
Am 2. Februar 1971 weihte ihn Bischof Paulus Rusch in Innsbruck zum Priester. Am 18. April 1971 feierte er seine
Heimatprimiz in der Don-Bosco-Pfarre in Graz.
Er wirkte von 1972 bis 1978 als Kaplan in Wilhelmsburg und von 1976 bis 1977 als Diözesanseelsorger der Katholischen Arbeiterjugend. Er war viele Jahre Pfarrseelsorger von Türnitz (1978 bis 1998) und von Stratzing (1998 bis 2011). In beiden Pfarren erwarb er sich Verdienste um Renovierungen pfarrlicher Gebäude.
Er war auch als Religionslehrer an verschiedenen Schulen tätig. Viele Jahre wirkte er als Jugendverantwortlicher im Nö. Landesfeuerwehrverband. Von 1995 bis 2021 hatte er als Kellermeister die Verantwortung für das Kellerstüberl des Stiftes Lilienfeld inne. Seit 1996 Bauamtsleiter und Hauptökonom des Stiftes Lilienfeld, sorgte er für zahlreiche bauliche
Renovierungs- und Modernisierungsprojekte im Stift Lilienfeld.
Seit 2022 im Ruhestand, übernahm er noch einige Zeit Gottesdienst-Aushilfen in Lilienfeld und Traisen. Das letzte Jahr seines Lebens war sehr geprägt von seiner zunehmenden körperlichen Schwäche. Am Abend des 1. Jänner 2026 starb er in Schrambach im Haus seiner Haushälterin, die ihn viele Jahre aufopfernd unterstützt und bis zuletzt geduldig gepflegt hat.
Pater Raymund Wolfgang Vidonya wird am Donnerstag, dem 8. Jänner 2026, ab 17.00 Uhr in der Josefskapelle der Stiftsbasilika Lilienfeld aufgebahrt.
Am Donnerstag, dem 8. Jänner 2026, findet um 18.30 Uhr eine Betstunde für ihn im Kapitelsaal des Stiftes Lilienfeld statt.
Der Begräbnisgottesdienst beginnt am Freitag, dem 9. Jänner 2026, um 14.00 Uhr in der Stiftsbasilika Lilienfeld.