Bezirkssachbearbeiter Nachrichtendienst

BR Walter WENINGER

 

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Das Warn- & Alarmsystem umfasst die Bereiche der Zivilschutzalarmierung sowie der Feuerwehralarmierung. So ist in Niederösterreich jede Feuerwehr mit einer Funksirenensteuerung ausgerüstet, mit welcher eine gezielte Feuerwehralarmierung (Pager, Sirene) sowie eine Zivilschutzalarmierung möglich ist. Zusätzlich ist eine große Anzahl an Sirenenzusatzempfänger (Sklavenempfänger) im Einsatz, da oft die Reichweite einer einzelnen Sirene nicht ausreichend, ist um einen Grossteil der Bevölkerung im Ernstfall zu erreichen.

Die Aufgabe des NÖ Landesfeuerwehrverbandes ist es, in Zusammenarbeit mit der Funkwerkstätte, den fehlerfreien Betrieb dieses flächendeckenden Funk- und Alarmierungsnetz sicherzustellen. So wie jedes Jahr kommt es im Winter vermehrt zu Störungen im Bereich der Funksignalübertragung. Eine große Schwierigkeit stellen die vieler Orts stark vereisten Antennen im Alarmierungs- und Sprechfunkbereich dar. Durch die Eisschicht wird der Empfangs- und Sendebetrieb enorm verschlechtert. So kommt es, dass zum Beispiel eine andere Funkfixstation nicht mehr erreichbar ist oder eine Funksirenensteuerung das Empfangssignal nicht auswerten kann. Weiters werden pro ca. 300 Störungen im Bereich der Funksirenensteuerungen (Hauptanlagen und Zusatzempfänger) der Niederösterreichischen Feuerwehren bearbeitet. Aufgrund des bereits hohen Alters der unterschiedlichen Anlagentypen, die im Warn- und Alarmsystem des Landes Niederösterreich in Verwendung sind, kommt es immer häufiger zu Störungen, die durch „Altersschwäche“ hervorgerufen werden.

 

Die Ausbildung im Nachrichtendienst erfolgt in mehreren Stufen.

 

      Funkgrundausbildung

 

      Die Ausbildung zum Einsatzfunker erfolgt in der Feuerwehr durch die Funkgrundausbildung (Kapitel 5, Handbuch Grundausbildung). Nach Abschluss dieser Ausbildung soll das Feuerwehrmitglied in der Lage sein die eigene Feuerwehr zu alarmieren, alle in der Feuerwehr vorhandenen Funkgeräte zu bedienen und einfache Funkgespräche abzuwickeln.

 

      Weiters ist das ausgebildete Feuerwehrmitglied berechtigt, am Modul „Funk“ teilzunehmen.

 

      Die Funkgrundausbildung ist durch den Sachbearbeiter Nachrichtendienst in der Feuerwehr durchzuführen.



      Seit November 2007 stehen die neu überarbeiteten Ausbildungsunterlagen für die Funkgrundausbildung zum Download zur Verfügung. Die bisher vorhandenen Unterlagen im Handbuch der Grundausbildung sind daher nicht mehr gültig.



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5.0 Funkgrundausbildung

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5.1 Funkordnung

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5.2 Feuerwehrfunk

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5.3 Warn- & Alarmsystem

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5.4 Gerätekunde

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5.5 Sprechübungen

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Beispiele Sprechübungen

      Modul „Funk“

 

      Der zweite Schritt in der Nachrichtendienstausbildung ist das Modul „Funk“ (vormals Funklehrgang). Bei diesem eintägigen Modul wird der Schwerpunkt auf die Aufgaben des Funkers in der Einsatzleitung gelegt. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Moduls „Funk“ erlangt man die Berechtigung am Bewerb um das NÖ Funkleistungsabzeichen teilzunehmen.



      Für Feuerwehrmitglieder, die die Funktion des Nachrichtendienst Sachbearbeiters ausüben wurde weiters das Module „Sachbearbeiter Nachrichtendienst“ geschaffen.

 

    Neben den Aufgaben des Sachbearbeiters Nachrichtendienst in der Feuerwehr bzw. auf Abschnitt- und Bezirksebene wird auch der richtige Umgang sowie die korrekte Störungsbehebung bei der Funksirenensteuerung erlernt. Der Sachbearbeiter ist somit in der Lage die Mitglieder in der Feuerwehr zu Schulen und Störungen der Funksirensteuerung richtig zu bearbeiten.

BR Walter Weninger
BSB Nachrichtendienst